Konfirmanden-Vorstellung

Im Gottesdienst am Sonntag, 06. Juni 2021 wurden die Konfirmandinnen und Konfirmanden vorgestellt. Die Eltern waren dazu eingeladen, und es war für alle ein schöner Gottesdienst im Freien.

Jens Petersen

Die kleine Kirche könnte für die Konfirmanden stehen. Diese kleine Kirche ist auf die große Kirche ausgerichtet und sollte möglichst noch weiter wachsen. Die Kirche ist im wahrsten Sinne des Wortes immer „im Bau“.
Dabei stehen die Gebäude allerdings nur sinnbildlich für die Gemeinschaft.
Wir wissen ja, dass Gebäude viele Belastungen mit sich bringen. Sie sollten jedenfalls kein Selbstzweck sein. Ihre Unterhaltung ist m. E. nur sinnvoll, wenn sie ausreichend genutzt werden.

Christoph Voges

Verabschiedung am 11. Juli

Herzliche Einladung an alle, die wollen und können

Verabschiedung Frau Gigga und Heike Stebner
am Sonntag, 11.07., 11:00 Uhr auf der Wiese.

Die Corona-Zahlen sind niedrig, das Wetter sommerlich. Also können wir sehr herzlich zu dem Verabschiedungs-Gottesdienst und dem anschließenden geselligen Beisammensein bei Kuchen und Kaffee (oder Tee, oder Kalt-Getränken) einladen.

Um 11 Uhr beginnt ein Familien-Gottesdienst, in dem die beiden langjährigen Erzieherinnen fröhlich und feierlich in den Ruhestand verabschiedet werden. Danach gibt es bei Kuchen und Getränken die Gelegenheit, sich persönlich zu verabschieden.

Zum Schluss kommt noch eine kleine Überraschung für Kinder und Erwachsene.

Draußen dürfen wir auf diese Weise zusammen sein und mit den beiden Abschied feiern – herzliche Einladung dazu!

Kirchenvorstand und Team

Gottesdienst drinnen u. draußen

Seit Himmelfahrt feiern wir in Epiphanias wieder Gottesdienste mit Predigt und ein bisschen mehr Liturgie. Viele Menschen sind bereits geimpft und die Infektionszahlen sinken, so dass wir es für verantwortbar halten, von der Offenen Kirche zurückzukehren zu den Gemeinsamen Gottesdiensten. Darüber freuen wir uns sehr.

Wir achten sorgfältig auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen und feiern die Gottesdienste in kürzerer Form. Sobald es das Wetter zulässt, feiern wir im Innenhof unter freiem Himmel.

Wir freuen uns auf Sie!

Pastorin Hanna Jacobs

Andacht Rogate am 9. Mai

Andacht zu Daniel 9, 4-5+16-19 am Rogate-Sonntag, den 09.05.2021

4 Ich betete aber zu dem HERRN, meinem Gott, und bekannte und sprach: Ach, Herr, du großer und schrecklicher Gott, der du Bund und Gnade bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten! 5 Wir haben gesündigt, Unrecht getan, sind gottlos gewesen und abtrünnig geworden; wir sind von deinen Geboten und Rechten abgewichen…….. 16 Ach, Herr, um aller deiner Gerechtigkeit willen wende ab deinen Zorn und Grimm von deiner Stadt Jerusalem und deinem heiligen Berg. Denn wegen unserer Sünden und wegen der Missetaten unserer Väter trägt Jerusalem und dein Volk Schmach bei allen, die um uns her wohnen. 17 Und nun, unser Gott, höre das Gebet deines Knechtes und sein Flehen. Lass leuchten dein Angesicht über dein zerstörtes Heiligtum um deinetwillen, Herr! 18 Neige deine Ohren, mein Gott, und höre, tu deine Augen auf und sieh an unsere Trümmer und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. 19 Ach, Herr, höre! Ach, Herr, sei gnädig! Ach, Herr, merk auf und handle! Säume nicht – um deinetwillen, mein Gott! Denn deine Stadt und dein Volk ist nach deinem Namen genannt.

Liebe Leserinnen und Leser!

Wenn jemand sein Geld schlecht verwaltet und seine Miete und anderen Kosten nicht mehr bezahlen kann, wird er oder sie obdachlos. Dann sagt man „Selberschuld“. Wenn ein Kind an einer unheilbaren Krankheit leidet, sagt man „das ist Schicksal“. Im Geflecht von Schicksal und Schuld, das einen Menschen am Ende in eine sehr schwierige Situation bringen kann, lässt sich das Knäuel des Lebensfadens vermutlich ohnehin nicht mehr entwirren. Möglicherweise fragt man sich: War es das Schicksal, was mich hierhergebracht hat, oder war es meine eigene Schuld? Oder eine Mischung aus beidem? In unserem Predigttext aus dem Buch Daniel im 9. Kapitel ist die Rede von Schuld und Schicksal.  Der Verfasser erzählt eine Geschichte einer Katastrophe, die die Israeliten erlebt haben und über die Lösung ihres Problems. Im zweiten Jahrhundert zerstörte der griechische Herrscher Antiochus IV die Stadt Jerusalem, plünderte den Tempel und entweihte ihn durch Zeus Statue. Die Israeliten, die das erlebt haben, fragten: Ist das unsere Sünde oder unser Schicksal? Da antwortet der Verfasser und sagt: Die Sünde des Volkes zerstörte ihre Beziehung zu Gott und untereinander.  Um ihre Gemeinschaft mit Gott und untereinander wiederherzustellen, müssen alle sich auf Gott verlassen und ihn anbeten. Der Prophet Daniel selbst betet mit folgenden Worten und sagt: „neige unser Gott dein Ohr und höre unsere Gebete. Offene deine Augen und sieh unsere Verwüstung und Stadt, über der dein Name ausgerufen ist. Wir bringen unsere Gebete vor dir nicht wegen unserer gerechten Taten, sondern wegen deiner großen Barmherzigkeit“

Die Kernaussage in diesem Gebet lautet: „Wir vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit“.  Nun kann man viel über das Gebet sprechen und immer wieder betonen, wie gut das ist. Wie gut es einem auch selber tut; wie wichtig es für die Beziehung zu Gott ist. Das nutzt aber nichts, wenn man nicht betet. Jeder Mensch soll wahrnehmen was sie/ihn bewegt. Sie oder er soll sich fragen: Was belastet mich? Worüber bin ich glücklich? Solche Wahrnehmung des eigenen Lebens ist der erste Schritt zu einem Gebet. Solch ein Gebet braucht keine Worte.

Durch ein solches Gebet können wir den Kontakt zu einem Menschen oder zu Gott halten, damit es einen Anker gibt, wenn alles andere sich gegen einen zu verschwören scheint. Der Ankerpunkt oder der wichtigste Satz aus dem Text lautet: „Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“

Diese Barmherzigkeit wünsche ich uns allen, wenn wir es brauchen. Auch wünsche ich unserer Welt, dass wir diese Barmherzigkeit Gottes weitergeben können an diejenigen, die Sie brauchen: für Obdachlose, für die von schwerer Krankheit leidenden, für die von Schuld beladenden oder von geistlicher Krankheit betroffenen. Gottes Barmherzigkeit ist viel großer als alle Ungerechtigkeit der Welt. Gott helfe uns allen immer wieder die Sehnsucht nach Gottes Barmherzigkeit zu suchen. Gott gebe uns Worte und Wille damit wir in der Gemeinschaft mit ihm und mit anderen Menschen leben können. Amen!

Ihr Pastor Benti

Psalm 95:1-7a   

Kommt, lasst uns dem HERRN zujubeln! Wir wollen ihn preisen, den Fels, bei dem wir Rettung finden! Lasst uns dankbar zu ihm kommen und ihn mit fröhlichen Liedern besingen! Denn der HERR ist ein gewaltiger Gott, der große König über alle Götter! In seiner Hand liegt alles – von den Tiefen der Erde bis hin zu den Gipfeln der höchsten Berge. Ihm gehört das Meer, er hat es ja gemacht, und seine Hände haben das Festland geformt. Kommt, wir wollen ihn anbeten und uns vor ihm beugen; lasst uns niederknien vor dem HERRN, unserem Schöpfer! Denn er ist unser Gott, und wir sind sein Volk. Er kümmert sich um uns wie ein Hirte, der seine Herde auf die Weide führt.

Fürbitten

Barmherziger Gott, wir schauen in unsere Welt und erkennen: Oft fehlen Liebe und Barmherzigkeit. So fragen wir uns manchmal: Haben Unrecht und Gewalt immer das letzte Wort?

Wir kommen mit unserem Gebet zu dir, weil wir dir in den Ohren liegen wollen mit vielem, was uns bewegt und bedrückt.

So bitten wir dich für die Flüchtenden in aller Welt. Hilf, dass die Mächtigen ihnen nicht mehr Gewalt antun, sondern ihnen sichere Orte zum Leben geben. Öffne unsere Herzen für die, die unsere Hilfe brauchen.

Wir bitten dich für alle, die politisch verfolgt werden. Hilf, dass ihre Botschaft gehört und respektiert wird. Hilf, dass Diktaturen ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Öffne unser Denken, dass wir offen werden für andere.

Wir denken an diejenigen, die unter uns krank sind und sich einsam fühlen. Hilf, dass sie die Hoffnung nicht verlieren und sich Geduld bewahren. Öffne unsere Herzen für die, die unsere Zuwendung brauchen.

Wir denken auch an uns selber, an unsere Familien und Freunde. So vieles bewegt uns in diesen Tagen. Stärke unseren Mut und lass nicht zu, dass wir uns oder andere aufgeben. Öffne unsere Sinne für Zeichen deiner Gegenwart.  So stärke uns, barmherziger Gott, an allen Orten, an denen wir leben.